Voll emotional: Trauer


Trauer


Trauer ist eines der unangenehmen Gefühle. Wir versuchen es nach Möglichkeit zu vermeiden, was verständlich, aber leider nicht sinnvoll ist.


Schauen wir doch zunächst einmal, was Trauer eigentlich ist.

Trauer empfinden wir, wenn wir von einer geliebten Seele getrennt werden. Wie viel Beine diese Seele in ihrer aktuellen Inkarnation hat ist dabei absolut unerheblich. Wichtig ist nur unser Gefühl für diese Seele.


Ist die Person oder das Tier von uns gegangen macht sich ein enges Gefühl in unserer Brust breit. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Trauer deshalb mit den Lungen in Verbindung gebracht.


Zumeist empfinden wir die Trauer als so unangenehm, dass wir uns gute Gründe dafür einfallen lassen, warum es besser so ist, wie es ist.

Das kann dann etwas sein wie: „Er/Sie/Es muss jetzt nicht mehr leiden. Es ist besser so. Gut, dass … das jetzt nicht mehr miterleben musste.

… hat sich viel erspart, es hätte ja nur noch schlimmer werden können.“


Fällt dir etwas auf? Wenn wir versuchen uns so zu trösten, sind wir nur bei der anderen Seele. Wir vermeiden es, uns mit unserem Schmerz auseinander zu setzen.


Trauer ist ein sehr persönliches Gefühl, es hat eigentlich nichts mit dem Zustand und dem Befinden der anderen Seele zu tun.

Trauer heißt einfach: „Du fehlst mir.“

Es zeigt unsere tiefe Verbundenheit und wir sollten uns gestatten, diese auch zu leben.


Ja, es tut weh, eine geliebte Seele zu verlieren und es kann lange weh tun. Dafür gibt es keine Zeitvorgaben. Aber wenn wir uns gestatten, diese Trauer zu fühlen, dann kann sie durch uns hindurch fließen und blockiert nicht den Energiefluss. Denkt häufig an die schönen Zeiten, diese Erinnerungen zählen und bleiben.

Unsere Umwelt reagiert oft ablehnend auf unsere Trauer. Die meisten Menschen wissen nicht, wie sie angemessen reagieren sollen, da der Tod für viele nicht mehr zum Leben gehört. Sie reagieren dann unwirsch, ablehnend oder flüchten sich in „aufmunternde Phrasen“, die allerdings zumeist das Gegenteil bewirken. Auch der Hinweis auf die verstrichene Zeit hilft nicht weiter. Wo steht bitte, dass die Trauerphase nach 3 Monaten abgeschlossen sein muss, wenn man fast sein ganzes Leben mit dem geliebten Menschen zusammen war.


Wenn ihr mit einem Trauernden zusammen seid, dann fragt doch einfach, was ihr für ihn tun könnt. Zumeist reicht es, wenn der Betreffende darüber reden kann, wenn ihr signalisiert, dass ihr für ihn da seid, egal wie es ihm geht.

Oft ist es eine kleine Berührung oder eine Umarmung, die den Schmerz kleiner werden lässt. Aber bitte, fragt vorher.

Und für die Trauernden, sagt, was andere für euch tun können. Äußert eure Wünsche und bleibt offen für neue schöne Erlebnisse.

Das macht es dann leichter.


Im nächsten Blog geht es um die Wut und ihre Chancen.

In diesem Sinne: Neue Wege finden und ankommen im Leben.

Eure Andrea

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