Voll emotional: Angst


Angst


Angst ist der starke Gegenpol zur Liebe. Auch sie kommt in vielen Intensitäten vor, von leichter Sorge bis zur ausgewachsenen Panik.


In der chinesischen Medizin wird diese Emotion dem Nierensystem zugeordnet. Energetisch ist es eher mit dem Wurzelchakra verbunden.


Was macht die Angst mit uns? Nun, bei leichter Angst werden wir einfach vorsichtiger. Wir überlegen uns, ob etwas gut oder gefährlich ist und wie wir damit umgehen. Je größer die Angst jedoch wird, desto weniger funktioniert unsere Ratio, also der analytische Verstand.

Das bindet ungeheure Energien. Auch versucht unser Körper die noch vorhandenen Energien zu zentralisieren, das heißt, alle lebenswichtigen Organe mit ausreichend Blut zu versorgen.

Das Gehirn gehört spannenderweise nicht dazu.


Das führt dazu, dass wir irgendwann vor Angst erstarren, nicht mehr klar denken können und vollständig in der Situation gefangen sind.

Also tun wir alles, damit wir ja keine Angst haben müssen. Das dumme ist, dass wir genau dann schon Angst haben, Angst vor der Angst.


Was kannst du also tun um ein entspannteres Verhältnis zur Angst zu bekommen?

Angst ist eigentlich eine sehr liebevolle Einrichtung. Sie sagt uns: „Bitte sei vorsichtig, damit es dir auch weiterhin gut geht.“


Das ist doch erst einmal etwas Gutes, oder?

Solange du dich jetzt der „Gefahr“ zuwendest und dich dazu überreden kannst genau hin zu schauen, ist alles in Ordnung. Du kannst analysieren, ob es wirklich so gefährlich ist oder ob es vielleicht erst schlimmer ausgesehen hat, als es in Wirklichkeit ist.


Das wichtigste ist, dass du hin schaust.

Gehst du jetzt, wenn die Angst noch klein ist in die Vermeidung und drückst sie weg, wurde in deinem Keller ein Monster geboren.

Das Monster im Keller hat folgende Geschichte.

Stell dir einen alten, dunklen Keller vor. Dort steht viel Zeugs herum und die Beleuchtung ist schlecht, so dass es dunkle Ecken und viele Schatten gibt. Nicht unbedingt ein Ort an dem man sein möchte.

Du sollst nun herunter gehen und etwas, zum Beispiel Getränke nach oben holen. Na ja, es ist nicht toll, aber was soll schon passieren?

Wenn du unten bist hörst du Geräusche aus einer der dunklen Ecken.

Jetzt hast du zwei Möglichkeiten. Du kannst nachsehen, was es ist oder weg sehen, deinen Job so schnell wie möglich erledigen und dann nach oben flitzen.


Du hast Möglichkeit eins gewählt? Super, jetzt weißt du, dass es nur eine kleine Maus war, die sich hier unten verirrt hat. Es besteht keine wirkliche Gefahr (außer du bist ein Käse), du kannst die Maus fangen, nach draußen bringen und alles ist wieder in Ordnung. Wenn du das nächste Mal etwas hörst, wirst du dich daran erinnern und die Angst bleibt klein, weil du ja gelernt hast mit ihr umzugehen.

Hast du Möglichkeit zwei gewählt und bist schnell nach oben in die sichere Wohnung geflitzt? Herzlichen Glückwunsch, du bist jetzt glücklicher Besitzer eines kleinen Kellermonsters.


Wenn du nämlich das nächste Mal in den Keller geschickt wirst, wirst du dich daran erinnern, dass dort etwas ist, was dir Angst gemacht hat. Du gehst also schon mit einem flauen Gefühl in der Magengegend nach unten und wartest auf den nächsten Schrecken. Passiert dann wieder etwas, was du nicht sofort zuordnen kannst, wird das Monster um ein kleines Stück größer. Das geht immer so weiter, mit jedem Mal wächst dein Unbehagen und in deiner Vorstellung wird aus dem Keller der Ort der Schrecken. Bis du schließlich gar nicht mehr runter gehst. Jetzt hast du Angst vor der Angst.

In deiner Vorstellung spielen sich jetzt die größten Katastrophen und Horrorszenarien ab, wenn du nur an den Keller denkst.

Dabei weißt du doch gar nicht, was dort unten ist. Wie kannst du das nur ändern?


Indem du eine Grundsatzentscheidung triffst.


Willst du dich der Angst stellen oder alles beim Alten lassen?


So, jetzt haben wir alle Emotionen einmal betrachtet.


Der nächste Blog erscheint wie gewohnt am Samstag.

In diesem Sinne: Neue Wege finden und ankommen im Leben.

Eure Andrea

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