Diabethes


Unter Diabetes mellitus, salopp Zuckerkrankheit, versteht man einen erhöhten Zuckerspiegel im Blut.

Eigentlich werden die Zellen, die ja Zucker für ihren Stoffwechsel benötigen, durch Insulin quasi aufgeschlossen.

Grob gesagt, gibt es nun zwei Möglichkeiten warum das nicht funktioniert:

1. Es gibt zu wenig Insulin, (Typ I)

2. Die Zellen sind voll und/oder reagieren nicht mehr auf Insulin (Typ II).


Die Gründe hierfür sind vielfältig:

Für Typ I werden Viren, Gifte oder Gendefekte diskutiert,

beim Typ II liegt oft eine falsche Ernährungsweise zugrunde.


Dieses Krankheitsbild ist auch schon lange in China bekannt und wurde bereits in Werken aus der Han-Dynastie (206 v Chr. – 220 n Chr.) erwähnt.

Hier wird es „konsumierender (im Sinne von den Körper schwächend) Durst“ genannt.

Die Gründe für das Auftreten werden wie folgt beschrieben:

1. Eine schwache Konstitution:

Entweder durch Geburt oder eine Erkrankung, was vor allem einen Yin- Körperflüssigkeit/Substanz-Mangel nach sich zieht. Der Patient läuft quase heiß und hat deshalb Durst.

2. Ernährungsfehler:

Hier liegt der Fokus auf zu viel fettes, reichhaltiges und kross gebratenes, aber auch süßes Essen, das zu einer Energieansammlung im Brustbereich führt.



3. Emotionale Disharmonie:

Hier schwächen vor allem Kummer und Sorge (wer Sorgen hat, hat auch Likör?), da das daraus resultierende Grübeln das Verdauungssystem schwächt. Aber auch der Zorn ist eine sehr heiße Energie, die unter Umständen das Yin austrocknen kann. Zumeist ernährt man sich in solchen Situationen nicht optimal und greift eher zu „Trösterchen“, die der Gesundheit schaden.

4. Äußere Pathogene greifen den Körper an:

Damit sind Wind (auch Infektionserkrankungen), Kälte, Hitze, Nässe und Trockenheit gemeint, die im Übermaß die Gesundheit angreifen und die Anpassungsfähigkeit des Körpers übersteigen.

5. Überanstrengung durch Arbeit oder Sex und unangemessene Ruhezeiten:

Die Chinesische Medizin legt sehr viel Wert auf das rechte Maß.

Bei Überarbeitung und der daraus resultierenden Erschöpfung wird die Niere geschwächt, die das Kraftwerk und Energieproduzent des Körpers ist und zusätzlich das Yin, die Körperflüssigkeiten/Substanz produziert.

Hat der Körper dann zu wenig oder zu viel Ruhezeit oder ist diese unregelmäßig, so werden die Körperabläufe gestört.


Welche Ursache dem Konsumierenden Durst auch zugrunde liegt, es liegt immer eine Schwäche des Körpers vor, der dadurch nicht mehr in der Lage ist sich zu regulieren und Störungen von innen und außen auszugleichen.

Dadurch werden der Energiefluss und die Flüssigkeitsverteilung über das Blut gestört, was den Körper weiter schwächt. Außerdem kommt es zu Stauungen, die dann zu Schleimansammlungen führen, die weitere Hitze auslösen.

Diese Störungen können sowohl die inneren Kreisläufe und Organe befallen, als auch außen in die Netzgefäße eindringen (z.B. diabetischer Fuß).

Damit können alle Folgeerkrankungen, die durch die Diabetes m. ausgelöst werden erklärt werden.


Was kann die Traditionelle Chinesische Medizin bewirken?

Nun, sie kann mit Sicherheit keine zerstörten Zellen der Bauchspeicheldrüse wieder herstellen und so die Insulingaben ersetzen. Aber sie kann das Wohlbefinden des Patienten deutlich bessern und weitere Schädigungen verhindern oder zumindest verzögern. Da sie an die persönlichen Befindlichkeiten und die Konstitution des Patienten angepasst wird, bildet die TCM eine gute Ergänzung zur konventionellen Insulintherapie.


In diesem Sinne: Neue Wege finden und ankommen im Leben.

Eure Andrea

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